November 2005


16. November 2005 23:17

Heute waren wir auf der IBM Developer Works - Leveraging Eclipse Veranstaltung in einem ganz netten Hotel. Der Standard war so gut, dass selbst ein ordinärer Pfefferminztee (aus nem Beutel) tatsächlich nach Pfefferminze geschmeckt hat, was man ja sonst nie erwarten würde. Und Cookies waren da am Start, alter Schwede, die besten die ich je gegessen habe (*zwinker* zu Arian und Andreas)! Anyways, die Veranstaltung war relativ langweilig und die beiden Moderatoren wirkten teils schlecht vorbereitet, zumindest waren sie stellenweise mit den Fragen der Entwickler überfordert. Wobei man fairer Weise sagen muss, dass auch sehr viele bekloppte Sachen gefragt wurden, die die Beiden schlecht wissen konnten. Eigentlich will ich die Präsentatoren auch gar nicht schlecht reden, denn wie es der Zufall so wollte, war einer von ihnen ein Kerl den ich sehr schätze. Sein Name ist Doug Tidwell und seine Position bei IBM ist schlicht und einfach Technology Evangelist, das klingt nach ner ordentlichen Anstellung oder was? So was könnte ich mir auch mal vorstellen, nach dem Motto spread the word. Habe mal ein Buch von ihm über XSLT (XSL Transformations) gelesen (zumindest teilweise), welches sehr amüsant geschrieben war. Auch in Echt war er um das ein oder andere Späßchen nicht verlegen. Tja so isser halt, der Doug.

Ein Bild vom Dougie:

 Doug Tidwell

21:32

Huhu! Da isser wieder, lang ist’s her seit dem letzten Eintrag. Hab schon ein paar Sachen erlebt, aber die Faulheit ist in der Regel größer…
Auf zur Story:

Normalerweise geht man in der Firma so gegen 12:30 Uhr in die BBC-Kantine zum Lunch. Danach geht es dann noch auf einen Kaffee oder einen Fruit-Smoothie zu Starbucks (wer sich fragt wie ich mir das leisten kann: ich werde meistens eingeladen), tja und dann geht es zurück zur Maloche mit den anderen Arbeitern. Freitag letzte Woche sollte anders werden. Peter kam kurz vor Lunch bei meinem Team vorbei und lud uns in einen Pub in Shepherds Bush auf einen Drink, anlässlich seines Geburtstages ein. Den ganzen Morgen bin ich schon gestorben vor Hunger, hatte auch kein Frühstück, jedoch sollte ich meinen ersten Happen erst nach zwei schönen Pils bekommen, von denen ich natürlich schon gleich angetüdelt war, weil ich aufgrund meines gesunden Lebenstils in London gar nichts mehr vertrage. Naja nach dem Essen blieb man im Pub und trank und blieb und trank. Ungefähr halbstündlich habe ich auf mein Handy geschaut, OK wir sind nun schon 2 Stunden im Lunch … nun 3 … 4 1/2. Irgendwann habe ich meinen Teamkollegen auf der Toilette getroffen und ihm die rhetorische Frage gestellt, ob wir heute noch arbeiten gehen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir alle schon ****ing pissed (zu Deutsch: ganz schön besoffen)… Es kam selbstverständlich nicht mehr dazu, stattdessen haben wir alle weiter daran gearbeitet uns in die Bewußtlosigkeit zu trinken. Dabei haben die Jungs allerlei Geschichten erzählt, wie sie sich bspw. als Kinder fast in die Luft gesprengt oder an der Uni Acid hergestellt haben, was man als heranwachsender Brite eben alles so tut. War auf jeden Fall sehr spaßig. Irgendwann wurde entschieden, dass man nun in die TVC Bar (im BBC Television Centre) geht und dort weitertrinkt. Den Punkt auszusteigen, also einen eigenen Willen zu haben, hatte ich längst hinter mir gelassen und nicht nur ich.

In der TVC Bar ging es weiter und das neue Ziel war zumindest die Sehkraft zu verlieren, was mir stellenweise gelungen ist. Dort haben wir dann noch ein paar Mädels von der BBC getroffen. Ich kann mich aber nur noch lückenhaft an die Gespräche erinnern. Damit liege ich aber auch schon ganz weit vorne, die 3 Kollegen die am längsten durchgehalten haben, konnten sich nicht mal mehr erinnern, dass noch andere mit in der Bar waren. Ich bin als Viertletzter gegen 22 Uhr abgesprungen, da mir mein Körper zu verstehen gegeben hat, dass ich besser aufhöre, da ich ansonsten eine Nacht im Hospital verbringen kann. Selbst beim Rausgehen hatte ich fast schon wieder ein neues Bier in der Hand (der Abend war generell fremdfinanziert), was ich dankend abgelehnt habe. Auf meinem Heimweg kam ich noch am Siemens-Gebäude vorbei und wollte mein Notebook ausschalten, was nicht so ganz geklappt hat, dafür bin ich dann beim Verlassen des Gebäudes fast die Treppe runtergefallen. Man tut eben was man kann…

2. November 2005 1:26

Heute Abend war ich mit Ronny (ein Kommilitone von mir, für diejenigen, die ihn nicht kennen) auf dem Kurzfilmfestival Future Cinema, was ziemlich geil war! Gut, es gab neben den teilweise sehr gelungenen Kurzfilmen auch etwas Performace-Art zu bewundern, mein Fall war das ja noch nie, daran hat auch der Abend nichts ändern können. Das einzige was ich ganz interessant fand, waren ein paar hübsche und hübsch "gekleidete" "Damen", die an der Stange getanzt haben! ;-) Worauf es letztendlich ankam, waren die Filme und die waren wirklich Spitze. Es war sogar ein deutscher Film dabei, der nicht mal schlecht war! Der hat zwar etwas lahm angefangen, war dann aber doch sehr lustig.

Generell wurden alle möglichen Genres behandelt, von Trickfilm über Animation, Farbe und Schwarz/Weiß, alles dabei und das Ganze natürlich international. Ein Film aus Holland oder Belgien (Ronny und ich waren uns nicht sicher) war besonders cool. Es war ein Schwarz/Weiß-Film der nach typischem 40er Jahre Film (รก la Casablanca) aussah. Die Handlung bestand darin, dass sich 3 Personen ständig gegenseitig umgebracht haben, auf alle möglichen Arten und in wechselnden Loyalitätsverhältnissen und Motiven untereinander. Immer wenn einer totgeglaubt war, tauchte er doch wieder auf und riss das Handlungsruder herum. Letztendlich ist keiner gestorben. Eine der 3 Personen wurde getäuscht, da die ganze Charade von der Polizei beobachtet und als Beweisnahme diente. Ist vielleicht blöd zu erklären, aber sehr amüsant zu sehen. Mit etwas Glück kann Ronny den Film ranschaffen… :-)